Wie nicht anders zu erwarten, gab es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, als die Kaltfront eines Tiefausläufers über Deutschland hinweg zog, kräftige Gewitter die zum Teil auch unwetterartig ausfielen. So gibt es Meldungen über einen möglichen Tornado bei Oranienburg (siehe Video). Ich wurde gegen 2:30 Uhr von ein paar heftigen Schlägen wachgerüttelt begleitet mit heftigem Starkregen der mehrmals einsetzte.
Die wärmste Region war der Oberrheingraben, sowohl im badischen Müllheim als auch im elsässischen Colmar registrierte man mit Temperaturmaxima von 30.9 °C bzw. 30.7 °C sogar einen heißen Tag. Damit hat Müllheim einen neuen Temperaturrekord für den Monat Oktober in Deutschland aufgestellt. Der bisherige Spitzenwert von 30.8 °C aus Freiburg datiert auf den 03.10.1985. Quelle dwd.de
Bin zu spät losgefahren, es regenete bereits als ich an meinem Punkt ankam. Das Gewitter bestand fast nur aus Wolkenblitzen, Ausbeute mager, ein paar Crawler durch die Autoscheibe. Naja besser als nix.
Blitze entstehen nicht nur in gewöhnlichen Wolken aus Wasserdampf, sondern auch bei Vulkanausbrüchen. 2006 haben amerikanische Geophysiker mit Präzisionsinstrumenten solche Entladungen vermessen. Die Wissenschaftler vermuten, dass das vom Vulkan während der Explosion ausgestoßene Material stark elektrisch geladen gewesen sei. Das habe zu zahlreichen Entladungen geführt. In der zweiten Phase gingen die Blitze den Forschern zufolge von Eruptionswolken aus. Diese hätten sich durch die Zusammenstöße der aus dem Vulkan geschleuderten Partikel zusätzlich aufgeladen – ähnlich wie dies in einem gewöhnlichen Gewitter geschieht, wenn in der Wolke Eiskristalle aufeinander prallen. Den kompletten Beitrag lesen… »
In diesem Jahr begann die Gewittersaison früh, bereits im Mai
gab es vor allem in Süddeutschland schwere Ereignisse. Meist
handelte es sich um sog. Wärmegewitter, die durch starke
Labilisierung ausreichend feuchter Luft infolge kräftiger
Sonneneinstrahlung und sich anschließender massiver Konvektion
entstanden. Vorläufiger Höhepunkt waren der vergangene Freitag
und der Sonnabend, als gebietsweise extreme Unwetter auftraten.
Eine Besonderheit dieser Gewitter war, dass sie sich entlang
einer sog. Konvergenzlinie anordneten, die einer Kaltfront
vorgelagert war. Dagegen entstanden die Gewitter dieser Woche
nach Frontdurchgang in der Kaltluftmasse. Der zu ihrer Bildung
notwendige hohe vertikale Temperaturgradient kam durch Zufuhr
noch kälterer Luft in der Höhe zustande.
Wie auch immer, Gewitter werden stets von Blitz und Donner
begleitet. Blitze entstehen in sich hoch auftürmenden
Gewitterwolken infolge Ladungstrennung durch Reibung an den
Wolkenpartikeln. Jedoch sind die zugrunde liegenden
physikalischen Prozesse bis heute nicht vollständig geklärt.
Aufgrund mechanischer Wechselwirkung laden sich bei
Temperaturen < -15 °C innerhalb einer Gewitterwolke
Graupelkörner negativ auf, Eiskristalle hingegen positiv. Bei
höheren Temperaturen erfolgt die Aufladung der Wolkenpartikel
mit umgekehrtem Vorzeichen. In Abhängigkeit vom vertikalen
Temperaturverlauf innerhalb der Gewitterwolke bildet sich eine
Sandwich-artige Ladungsstruktur, positiv bzw. negativ geladene
Wolkenschichten folgen aufeinander.
Allerdings sind die in Gewitterwolken gemessenen elektrischen
Feldstärken zu gering, als das die Luft ionisiert würde und
sich die Ladungsunterschiede spontan in Form von Blitzen
entladen könnten. Einige amerikanische Physiker vertreten die
Theorie, dass in der die Erde erreichenden kosmischen
Höhenstrahlung sog. schnelle Elektronen vorkommen, welche in
der Lage sind, Luftmoleküle zu ionisieren. Ionisierte Luft
verliert ihre dielektrischen Eigenschaften, wird Strom leitend
und die elektrische Entladung kann erfolgen. Dabei bildet sich
zunächst ein Blitzkanal aus ionisierter Luft, in der ein
negativ geladener Leitblitz sich mit ca. einem Drittel der
Lichtgeschwindigkeit ausbreitet. Vom positiv geladenen Gegenpol
(Erdboden oder Wolke) eilt ihm eine entsprechende Fangentladung
entgegen. Nun können sich die Potentialunterschiede mit aller
Macht ausgleichen – negative Ladungen strömen zum Erdboden bzw.
zu positiv geladenen Regionen der Wolke und umgekehrt – es
blitzt.
Die plötzliche und starke Erhitzung der Luft im Blitzkanal (in
Sekundenbruchteilen auf einige zehntausend Grad) infolge des
hohen Stromflusses bewirkt ihre explosionsartige Ausdehnung.
Der damit einher gehende Druckanstieg bewirkt eine Schockwelle,
die sich in der unmittelbaren Umgebung des Blitzes als scharfer
Knall (“Donnerschlag”) bemerkbar macht. Verschiedene Laufzeiten
von unterschiedlichen Punkten des Blitzkanals verursachen das
“Donnerrollen” durch Überlagerung der Schallwellen.
Dipl.-Met. Thomas Ruppert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Heute morgen ist es grau und neblig… nichtsdestotrotz wird sich der Nebel warscheinlich demnächst auflösen und die Temperaturen von aktuell 13°C auf etwa 25°C steigen. Für heute liege ich mitten im Level 2 Forcast! Ich werde meine erwartungen trotzdem nicht allzu hoch schrauben, man wird meistens eh nur enttäuscht. Naja man darf gespannt sein, zumindest wenn man sich die Bilder der letzten Tage ansieht…
Rückblickend habe ich im WZ-Bilderforum ein paar Threads durchgesehn und hier mit dem jeweiligen Bild verknüpft. Der Genießer schweigt
Habe grade auf Estofex gesehn, dass eine LEVEL3 Warnung für SüdWest Frankreich herausgegeben wurde, Level 1 bis sogar bis zu mir. Bis jetzt sind auf dem Radar nur ein paar schwache Zellen mit einigen Blitzen zu sehen. Aber man weiß ja, Tornados haben nicht immer etwas mit hochsommerlichen Gewittern zu tun, Windscherung ist ein Stichpunkt und das scheint gegeben zu sein. Mal sehn wie sich die Sache entwickelt. Ich bleib dran.