Neodym-Magnete

Neodym-Eisen-Bor

Neodym-Eisen-Bor

Meine Freundin hat mich neulich auf ein interessantes Spielzeug hingewiesen, derzeit werden so genannte Neodym-Magnete in verschiedenen Formen vermarktet. Neodym steht im Periodensystem in der Gruppe der Lanthanoide und zählt damit auch zu den Metallen der seltenen Erden. Bei den Magneten handelt es sich allerdings nicht um reines Neodym sondern um eine Neodym-Eisen-Bor (Nd2Fe14B) Legierungen. Daraus werden die derzeit stärksten Dauermagnete hergestellt.

Sie werden genutzt für Kernspintomographen, Mikromotoren und Festplatten (Positionierung der Schreib-/Leseköpfe), Dauermagnet-Rotoren (z. B. Schritt- und Servomotoren, effiziente permanenterregte Gleichstrommaschinen und in Windkraftanlagen[6], zum Antrieb von Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie als Modellbau-Antriebe), Linearmotoren für Positionierachsen, z. B. CNC-Maschinen, hochwertige Lautsprecher und Kopfhörer. Gegenüber den Samarium-Cobalt-Magneten sind sie wesentlich preiswerter.

Große Kristalle aus Nd2Fe14B lassen sich relativ leicht entmagnetisieren und sind daher als Permanentmagnet nicht brauchbar. NdFeB-Werkstoffe haben daher eine feinkristalline Struktur. Die Nd2Fe14B-Kristalle werden zudem von einer feinen Schicht umgeben, in der das Seltenerdelement stark angereichert ist. Diese Struktur wird in einem von der japanischen Firma Sumitomo patentierten Sinterverfahren dargestellt. Nach diesem Verfahren werden die Magnete legiert, zu Pulver vermahlen, gepresst und gesintert. Durch die Pressung, vor allem aber durch das Anlegen eines externen Magnetfeldes während des Prozesses, werden die Kristalle anisotrop ausgerichtet. Erst dadurch werden die hervorragenden magnetischen Eigenschaften voll genutzt.

Der größte Teil der NdFeB-Magnete wird heute in China produziert, welches über günstig abbaubare Neodym-Vorkommen verfügt und durch eine gezielte systematische staatliche Förderung eine marktbeherrschende Stellung anstrebt. Außerhalb Chinas gibt es in Japan mehrere bedeutende Hersteller, während in Europa und in den USA jeweils nur noch ein Hersteller maßgebliche Mengen NdFeB-Magnete selbst produziert.

Name: Neodym 60
Serie: Lanthanoide
Atommasse: 144,24 u
Struktur: hexagonal
Schmelzp.: 1297 K
Leichtentzündlich Reizend
(F) (Xi)

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Eine Antwort zu “Neodym-Magnete”

  • Hallo Frederik

    Schöner Artikel und tolles Layout.

    Möchte Dich und Deine Leser darauf hinweisen, dass es neben Kugeln auch andere tolle Neodym Magnete gibt. Wir haben einen neuen Magnetshop für diese Magnete eröffnet und würden uns freuen, wenn Ihr mal vorbeischaut.

    Ist ein ambitioniertes Projekt von jungen Studentinnen.Würde mich freuen, wenn Du den Post veröffentlichen würdest.

    Alles gute Magnus

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