Sonnenfleck fotografiert

So langsam bekommt Sie wieder Ausschlag. Sonnenflecken fotografieren ist eigentlich einfach. Dennoch sollte man Vorsicht walten lassen! Niemals durch den Sucher schauen! Immer LiveView bzw. das Display der Kamera benutzen! Ich habe folgende Einstellungen und Utensilien verwendet Filter: B+W 64ND + Polfilter 77mm, 400mm Tele, Zeit 1/4000sec, Blende F32. Zum Vergleich noch das aktuelle SOHO Sonnenbild.

Meine Aufnahme  Aktuelle SOHO Aufnahme

Meine Aufnahme & SOHO Aufnahme

Die Sonne, die Quelle allen Lebens. Es ist überraschend, dass sich mit einfachsten Mitteln schon tolle Aufnahmen machen lassen. Ich hoffe die Sonne erhöht ihre Aktivität in den nächsten Jahren, damit ich ein paar schöne Protuberanzen und weitere Flecken fotografieren kann. Aber das nächste Maximum ~ 2013 soll laut den Vorhersagen etwas schwächer werden, aber wer weiß, vor einiger Zeit hieß es noch, dass das nächste Maximum stärker als 2003 werden soll.

Was sind Sonnenflecken überhaupt? Sonnenflecken sind dunkle Stellen auf der sichtbaren Sonnenoberfläche (Photosphäre), die kühler sind und daher weniger sichtbares Licht abstrahlen als der Rest der Oberfläche. Ihre Zahl und Größe ist das einfachste Maß für die Sonnenaktivität. Die Häufigkeit der Sonnenflecken unterliegt einer Periodizität von durchschnittlich 11 Jahren, was als Sonnenfleckenzyklus bezeichnet wird. Sonnenflecken entstehen durch lokale Störungen im gewaltigen solaren Magnetfeld. Zu Beginn steigen Bündel von Magnetfeldlinien aus dem Inneren der Sonne aus der Photosphäre bis in die Korona empor und behindern die Bewegung der Konvektionszellen (siehe Granulation), welche die Hitze des Sonneninneren an die Oberfläche wirbeln. Zuerst bildet sich an diesen Stellen eine Fackel und dann westlich ein kleiner Fleck – Pore genannt – von einigen Tausend Kilometern Größe. Innerhalb von einigen Stunden, in denen die magnetische Flussdichte von 0,1 Tesla weiter steigt, bilden sich auch auf der östlichen Seite der Fackel ebenfalls kleine Flecken. Einzelflecken verschmelzen und der westliche – vorauslaufende – Fleck bildet eine Penumbra. Um den östlichen Fleck mit entgegengerichteter magnetischer Polarität zum westlichen kann sich nach einigen Tagen ebenfalls eine Penumbra bilden. Zwischen diesen Flecken entstehen immer mehr Flecken, die aber nach einiger Zeit alle bis auf den westlichen Fleck verschwinden. Der verbleibende Fleck kann mehrere Monate und somit mehrere Sonnenumläufe überstehen. Wenn die Gruppe ihre höchste Aktivität erreicht mit magnetischen Flussdichten bis 0,4 Tesla, kann sich eine einzige große Penumbra um die Fleckengruppe bilden.

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