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Baraka

IMDB 8.2
zwischenablage011 Baraka ist ein experimenteller Dokumentarfilm aus dem Jahr 1992 von Ron Fricke. Das Wort „Baraka“ im Titel weist auf Segenskraft hin.

Fricke hatte zuvor als Kameramann bei Koyaanisqatsi, zu dem Parallelen bestehen, mitgewirkt. Baraka befasst sich ebenfalls mit der Darstellung von Landschaften, religiösen Stätten und Zeremonien sowie pulsierenden Städten, die im Zeitraffer aufgenommen wurden, um den Verlauf der alltäglichen Menschenströme sichtbar zu machen. Der Film weist auch einige Kamerafahrten auf, zum Beispiel durch die ehemaligen Konzentrationslager in Auschwitz (Polen) und Tuol Sleng (Kambodscha). Zusätzlich zu Vergleichen zwischen natürlichen und technischen Phänomenen wie in Koyaanisqatsi sucht Baraka nach einer universell-kulturellen Perspektive. So erscheinen etwa die Tätowierungen auf dem Rücken eines Japaners ebenso wie die Körperbemalung der australischen Aborigines.

Der Film wurde im Format 70 mm Todd-AO in folgenden 24 Ländern gedreht: Ägypten, Argentinien, Australien, Brasilien, China, Ecuador, Frankreich, Hongkong, Indien, Indonesien, Iran, Israel, Japan, Kambodscha, Kenia, Kuwait, Nepal, Polen, Saudi-Arabien, Tansania, Thailand, Türkei, USA und Vatikanstadt. Es gibt weder Dialog noch eine Erzählstimme.

Die Filmmusik von Michael Stearns und der australischen Band Dead Can Dance unterscheidet sich erkennbar von jener minimalistischen von Philip Glass in Koyaanisqatsi. Ein weiterer Teil der Musik wurde durch die Rockgruppe Brother beigesteuert. Momentan bereitet Ron Fricke mit Samsara einen Fortsetzungsfilm zu Baraka vor.

Weiterführende Links:

War Photographer

IMDB: 7.8

48de015a Der Film War Photographer von Produzent und Regisseur Christian Frei aus dem Jahr 2001 begleitet den Kriegsfotografen James Nachtwey zwei Jahre lang bei seinen Arbeit in Krisenregionen diese Erde. Neben der Arbeit vor Ort enthält der Film zurückhaltende und wortkarge Interviews mit Nachtwey, in denen er über seine Arbeit, seine Ideale und die gefährliche Arbeit auch seiner Kollegen spricht. Über den Film verteilt geben Reporter und Redakteure, die mit ihm zusammenarbeiten, Interviews zur Arbeit und Person Nachtweys.

Teile des Films sind mit einer Spezialkamera gedreht, die an Nachtweys Fotokamera angebracht war und so das Geschehen aus seiner Sicht bzw. ihn hinter der Kamera zeigt.

Christian Frei wurde im Jahr 2002 für den Oscar nominiert. Er gewann den Adolf-Grimme-Preis, den Preis des Encounters South African International Documentary Festival, den Preis des Gent Viewpoint Documentary Film Festival und den Preis des Rehoboth Beach Independent Film Festival.

Drehorte:
  • Kosovo: Nachtwey besucht den Kosovo nach dem Ende des Kosovokrieges; er zeigt das Leid der in ihre Häuser zurückkehrenden Menschen.
  • Jakarta, Indonesien: Nachtwey dokumentiert die Armut der Menschen, die in Holzhütten neben Eisenbahngleisen am Rande der Großstadt leben und auf Mülldeponien verwertbares sammeln. Speziell wird eine obdachlose Familie gezeigt, deren Vater einen Arm und ein Bein verloren hat.
  • Ramallah, Palästina: Nachtwey befindet sich mitten in Unruhen, ist Tränengas ausgesetzt.
  • Eröffnung einer Ausstellung mit Nachtwey-Fotos in New York City.
  • Schwefelmine am Kawah Ijen auf Ostjava (Indonesien): Arbeiter bauen ohne Atemschutz Schwefel ab. Häufig ist vor gelben Dämpfen nichts zu sehen.

Weiterführende Links:

to be continued…

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